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Google Updates: „Mobilegeddon“ gut überstanden und jetzt trotzdem Sichtbarkeit verloren?

Bereits 2013 wurde die richtige Konfiguration von mobilen Webseiten als Rankingfaktor für diese durch Google erklärt. Am 21.03.2015 war es dann soweit, Google führte das, monatelang weltweit angekündigte, Mobile-Friendly Update durch.  Im Wesentlichen handelte es sich dabei um die Überprüfung einer Webseite auf ihre mobile Bedienbarkeit und ob Smartphone-Nutzer ohne Probleme die auf der Seite angeforderten Inhalte schnell, lesbar und einfach erhalten. Seiten, die nicht mobil optimiert sind, sollen infolgedessen bei mobilen Suchanfragen nicht mehr gut ranken.

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Nur wenige Wochen später, stellen jedoch viele Webseitenbetreiber und SEOs weitere, teilweise dramatische Veränderungen bei der Sichtbarkeit fest:

  • Es haben Seiten verloren, die mobil optimiert wurden.
  • Nicht mobil optimierte Seiten verlieren auch in der Desktop Version an Sichtbarkeit. Dies sollte aber laut Google nicht der Fall sein, da Desktopergebnisse vom Mobile Update unangetastet bleiben sollten.

Wurde etwa bei dem Update nur Responsive Design bei mobilen Webseiten berücksichtigt? Es muss sich wohl um ein weiteres Update gehandelt haben.

Auf der SMX 2015 in Sydney  kommentierte Gary Illyes von Google das Update und die große Verschiebung der Rankings folgendermaßen: „Wir haben einiges am Core Algo verändert, Dinge die geheim sind und die wir nicht kommunizieren. Das hat aber nichts mit dem Mobile Update zu tun.“

Mehr zu seiner Aussage hier.

Auffällig ist, dass viele Seiten an Sichtbarkeit verloren haben, die Informationen und Ratgeber-Content liefern.

Beispiel 1: www.merkur-online.de

  • Seite ist laut dem Google Tool für Mobilgeräte optimiert (Abb.1)
  • Sichtbarkeitsindex am 04.05.2015 – 6,81 vs. Sichtbarkeitsindex am 18.05.2015 – 1,61 (Verlust von 60,9%) (Abb.2)
  • Inhalte der Seite – Nachrichten, also hauptsächlich Content (Abb.3)

Abb. 1: Test auf Optimierung für Mobilgeräte

 

Abb. 2: Verlauf der Sichtbarkeit von merkur-online.de

 

Seiteninhalt Merkur

Abb. 3: Seiteninhalte von www.merkur-online.de

 

An Sichtbarkeit gewonnen haben dagegen E-Commerce Seiten, wie:

Beispiel 2: www.heye-puzzle.de

  • Seite ist laut dem Google Tool für Mobilgeräte nicht optimiert (Abb.4)
  • Sichtbarkeitsindex am 04.05.2015 – 0,31 vs. Sichtbarkeitsindex am 11.05.2015 – 1,11 (Gewinn von über 200%) (Abb.5)
  • Inhalte der Seite –Online Shop (Abb.6)

Abb. 4: Test auf Optimierung für Mobilgeräte

 

Abb. 5: Verlauf der Sichtbarkeit www.heye-puzzle.de

 

Abb. 6: Seiteninhalt von www.heye-puzzle.de

 

Zu ähnlichen Ergebnisse kam auch Martin Mißfeldt. In seinem Blog schreibt er:

  • „Dummerweise kam es extrem überraschend. Weder angekündigt, noch bestätigt.
  • Es hat vor allem “Ratgeberseiten” getroffen.
  • Stattdessen haben die großen Anbieter-Brands deutlich zugelegt.
  • Es ist offenbar keine “Bestrafung” für irgendetwas. Ich würde daher davor warnen, jetzt kurzfristig an den Inhalten rumzuschrauben. Damit wird man vermutlich eher noch weitere Plätze verlieren.“

Mehr dazu in seinem Blog.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Google anscheinend ein Update ohne Vorahnung und Ankündigung ausgerollt hat. Dabei wurden vorallem Seiten mit viel Content und Informationen, sowie Seiten mit schlechter Navigation getroffen. Einen Vorteil räumt Google dagegen den E-Commerce und „Brands“-Seiten ein, die es geschafft haben im Internet mit einer ständigen Markenpräsenz ihren Ruf soweit zu festigen, dass diese bei der Suche als besonders gut in Verbindung mit ihren angebotenen Markenprodukten gelten.

 

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